Die „Hamburger Bildungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ wird von den Akteurinnen und Akteuren der Umweltbildung, des Globalen Lernens und benachbarter Bildungsbereiche auf dem „Bildungskongress 10 Jahre nach Rio“ (14.–16. November 2002) auf den Weg gebracht.

Bildungskongress "10 Jahre nach Rio", Foto: Stefan Gierlich
Sie greift Verpflichtungen aus internationalen Vereinbarungen, Beschlüsse des Deutschen Bundestages und Empfehlungen nationaler Bildungskongresse auf und führt sie mit Hamburger Rahmenbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten zusammen.
Sie stellt das gemeinsame Grundverständnis einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und die zentralen Vorhaben ihrer Umsetzung für die kommenden Jahre dar.
Sie richtet sich an alle Hamburgerinnen und Hamburger und lädt zur Mitarbeit und Kooperation zwischen staatlichen Bildungseinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Wirtschaftsunternehmen ein.
Nachhaltige Entwicklung stellt sich den Herausforderungen der Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und der Bekämpfung der weltweiten Armut und ihrer Ursachen. Sie orientiert sich an einem Leitbild, das Geschlechtergerechtigkeit, weltweite soziale Gerechtigkeit und den Schutz natürlicher Ressourcen zum Maßstab des politischen und wirtschaftlichen Handelns und unseres Lebensstils macht.
Die Erkenntnis, dass viele unserer Produktions- und Lebensformen nicht universalisierbar und damit auch nicht zukunftsfähig sind, hat weitreichende Folgen. Die Bewältigung der ökologischen Krise und die Minderung der im Zuge der Globalisierung wachsenden sozialen Disparitäten kann nur gelingen, wenn das Bewusstsein für diese Entwicklungsprozesse und der Wille und die Fähigkeit zu neuen kulturellen Werteorientierungen, zukunftsfähigen Lebensstilen und Wirtschaftsformen in der Gesellschaft wachsen.